Soundcheck : Neues von Broken Bells, Gorillaz, The Knife und Frightened Rabbit

Jeden Freitag zwischen 21 und 23 Uhr reden vier Popkritiker auf Radioeins über ihre CDs der Woche. Diesmal: Broken Bells, Gorillaz, The Knife und Frightened Rabbit

POP Broken Bells (Sony BMG)


Er wollte einfach mal wieder ein normaler Typ in einer Band sein – und so hat sich Brian Burton alias Danger Mouse, gefeierter Produzent und Teil des Duos Gnarls Barkley, mit James Mercer zusammengetan. Mercer ist nämlich ein normaler Typ, der eigentlich bei der normalen Indie-Band The Shins singt. Gemeinsam machen die beiden harmonischen Wohlfühlpop, luftig-leicht und ungefährlich.
Simon Brauer, Radio Eins


POP Gorillaz Plastic Beach (EMI)
Damon Albarns virtuelle Band treibt auf einem Plastikmüllberg im Südpazifik. Schlimmes muss passiert sein, denn die Dancebeats vermitteln Morbidität und all die entspannten Grooves sind Täuschung. Hier geht’s um Niedergang. Gaststars wie Lou Reed, Snoop Dogg, De La Soul, Mark E. Smith und Bobby Womack sind kein Beiwerk. Sie haben klare Funktionen in diesem Meisterwerk.
Jürgen König, Radio Eins


EXPERIMENTELLE MUSIK The Knife Tomorrow, In A Year (Cooperative)
Zusammen mit Planningtorock und Mt. Sims hat das schwedische Electropop-Duo The Knife die Musik zu einer Oper über Charles Darwins „Die Entstehung der Arten“ geschrieben. Das wirkt auf der ersten CD etwas angestrengt in seinem unbedingten Kunstwillen zwischen Naturgeräusch und Neuer Musik. CD 2 ist hingegen eine spannende Entdeckungsreise.
Nadine Lange, Tagesspiegel


ROCK Frightened Rabbit The Winter of Mixed Drinks (Fat Cat Recods)
Aus dem schottischen Kaff Selkirk kommen Frightened Rabbit und verschmelzen Postrock-Größe mit traurigem Gesang, der in Arrangements von Hauschka gebettet wird. „Schwimm, bis du das Ufer nicht mehr sehen kannst“, heißt ein Song. Und genau so fühlt sich diese Musik auch an.
Andreas Müller, Moderator


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