Zum 9. November : Paul van Dyk schreibt Hymne an den Mauerfall

Techno-DJ Paul van Dyk schreibt eine Hymne zum 20. Jahrestag des Mauerfalls. Der Song „We Are One“ soll am 9. November beim Festakt am Brandenburger Tor in Berlin gespielt werden. Noch arbeitet van Dyk an dem Stück.

Cay Dobberke
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Paul van Dyk.Foto: ddp

Hochrangige Staatsgäste, eine spektakuläre Domino-Aktion und eine Hymne von Berlins Star-DJ Paul van Dyk – der Festakt zum 20. Jubiläum des Mauerfalls wird hunderttausende Berliner und Touristen am 9. November zum Brandenburger Tor locken. Jetzt präsentierten der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und die Kulturprojekte Berlin GmbH das Programm. Zu den Höhepunkten zählt der Auftritt von Techno-DJ Paul van Dyk mit seinem eigens komponierten Song „We Are One“. Die Ereignisse von 1989 „berühren mich noch heute ganz persönlich“, sagte der in Eisenhüttenstadt geborene Musiker, der kurz vor dem Mauerfall aus Ost-Berlin in die Bundesrepublik ausgereist war. Seine ganz persönliche Geschichte hat er hier für "Mein Jahr 89", die Zeitzeugen-Seite auf Tagesspiegel.de, erzählt (bitte klicken).

Als Staatsgäste werden US-Außenministerin Hillary Clinton, Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy, Russlands Präsident Dimitri Medwedew und der britische Premierminister Gordon Brown erwartet. Zu den Ehrengästen gehören auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die einstigen Präsidenten der Sowjetunion und Polens, Michail Gorbatschow und Lech Walesa, Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) und DDR-Bürgerrechtler. Die Staats- und Regierungschefs wollen nach einem Empfang beim Bundespräsidenten durchs Brandenburger Tor schreiten. Die Staatskapelle Berlin und der Staatsopernchor musizieren unter Leitung von Daniel Barenboim auf dem Pariser Platz, und Rocksänger Jon Bon Jovi präsentiert einen neuen Song. Moderator der Feier ist Thomas Gottschalk.

„Die Stadt wird voll“, erwartet Christian Tänzler von der Berlin Tourismus Marketing GmbH (BTM). Es gebe aber noch freie Hotelzimmer, zumal „viele Leute heutzutage spontan buchen“. Das Hotel Adlon allerdings ist vom 7. bis zum 10. November ausgebucht, es hat die ideale Lage: „Unsere Gäste können von der Terrasse auf den Pariser Platz blicken“, sagt Sprecherin Sabina Held. Allein 32 Staatsgäste übernachten im Hotel Intercontinental, das am 8. und 9. November ebenfalls voll belegt ist. Der weltweit im Fernsehen übertragene Festakt „nutzt dem Image Berlins“, sagt Willy Weiland, Direktor des Interconti und Präsident des Hotel- und Gaststättenverbands. „Berlin präsentiert sich erneut frei und weltoffen“, lobt auch BTM-Sprecher Tänzler. Viele Besucher kämen, um einfach „dabei zu sein an diesem historischen Tag“ und „das 89er-Gefühl“ nachzuempfinden. Berlins größtes Hotel, das Estrel in Neukölln, ist vom 6. bis 8. November ausgebucht. Für den 9. November sind noch 100 der 1125 Zimmer verfügbar.

Die Domino-Aktion beim Festakt symbolisiert den Mauerfall. Rund 1000 überdimensionale, von 15 000 Menschen aus aller Welt bemalte Dominosteine werden bereits ab dem 7. November auf 1,5 Kilometern zwischen Potsdamer Platz und Reichstag aufgestellt – entlang des ehemaligen Verlaufs der Mauer. Die 2,50 Meter hohen Elemente wiegen je nur 20 Kilogramm, denn sie bestehen vor allem aus Styropor. Am 9. November werden sie unter Beteiligung von Promis umgestoßen; den ersten Stein schubst Lech Walesa an.

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