Kultur : Potsdamer Friedrich-Schau in 70 Räumen

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten präsentiert zum 300. Geburtstag Friedrichs des Großen ab 28. April im Neuen Palais im Potsdamer Park Sanssouci ihre bislang größte Ausstellung in rund 70 der 500 Räume des Schlosses. Unter dem Titel „Friederisiko“ werden die Ideen, das Denken und Handeln des Preußenkönigs vorgestellt und die Exponate der Dauerausstellung um rund 500 zusätzliche Objekte ergänzt. Das von Friedrich dem Großen, der am 24. Januar 1712 geboren wurde, gestaltete Neue Palais gilt als größtes und prunkvollstes Barockschloss des Preußenkönigs. Das unzerstörte Gebäude, für dessen in den achtziger Jahren begonnene Restaurierung bis 2017 weitere 25 Millionen Euro eingeplant sind, ist somit selber ein „Schlüsselexponat“, in dem sich das Politik- und Kulturverständnis des Königs nach dem Siebenjährigen Krieg widerspiegelt.

In zwölf Themenbereichen sollen Leben, Wirken und Kriege des Monarchen präsentiert werden, vom Tagesablauf des Königs über seine Einstellung zu Politik, Religion und Musik und das Verhältnis zu Freunden und Staatsgästen bis hin zur eigenen Inszenierung als „Philosoph und Imperator“. Die Organisatoren wollen damit zugleich eine neue Sicht auf die großen europäischen Themen des 18. Jahrhunderts eröffnen. Unter dem Titel „Körper und Seele“ wird auch der Versuch einer psychologischen Annäherung an Friedrich und sein „Changieren zwischen militärischem Helden, feingeistigem Intellektuellem und despotischem Menschenfeind“ unternommen. Die Ausstellung ist bis 28. Oktober zu sehen. epd/Tsp

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