Kultur : Potsdamer Konferenz zu NS-Raubkunst

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In der Debatte um die Restitution von NS- Raubkunst in Deutschland haben Experten transparente Verfahren gefordert, in die auch die Betroffenen eingebunden werden müssten. „Bislang haben Erben keine Möglichkeiten, wenn Kulturinstitutionen Gespräche verweigern“, sagte der Vertreter der Jewish Claims Conference in Deutschland, Georg Heuberger, am Montag in Potsdam bei einer internationalen Konferenz zum Thema „Raubkunst und Restitution“. Der Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Martin Roth, plädierte für eine zentrale Stelle, die sich mit der Problematik befasst. Dies könnte auch ein „Runder Tisch“ sein.

Beide Experten betonten zugleich die Notwendigkeit der sogenannten Provenienzforschung. „Museen und Kultureinrichtungen sind zu systematischen und umfassenden Recherchen zur Herkunft von Kunstwerken aufgefordert“, sagte Heuberger. Dazu müssten sie jedoch auch ausreichende finanzielle Mittel erhalten. Heuberger beklagte, dass das „Strohfeuer Provenienzforschung“ nach der Washingtoner Konferenz von 1998 schnell erloschen sei. (Bericht folgt) dpa

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