Kultur : Praemium Imperiale für Alfred Brendel

Der Praemium Imperiale gilt als Nobelpreis der Künste, zur Bekanntgabe der Preisträger waren gestern der jüngere Bruder des japanischen Kaisers, Prinz Hitachi, und seine Frau nach Berlin angereist. Die beiden thronen erhöht auf einem Podium in der Japanischen Botschaft, als das deutsche Komitee mit Otto Graf Lambsdorff an der Spitze die Lobreden vorträgt. Ein knappes Jahr nach seiner Abschiedstournee erhält der Pianist Alfred Brendel den Preis in der Kategorie Musik. Geehrt wird er auch für seine literarischen Werke.

Die mit etwa 111 000 Euro dotierten Preise werden am 22. Oktober in Tokio verliehen. In der Kategorie Architektur bekommt den Praemium Imperiale die aus dem Irak stammende Architektin Zaha Hadid. Zu ihren bekanntesten Werken gehört das Phaeno-Museum in Wolfsburg. Der britische Schriftsteller Tom Stoppard gewann in der Kategorie Film/ Theater, der Land-Art Künstler Richard Long in der Kategorie Skulptur und der japanische Fotograf Hiroshi Sugimoto in der Kategorie Malerei. „Es macht mich wütend, wenn mich jemand fragt, ob ich was für Geld mache. Ich bin ein Künstler und schaffe Kunst aus meinem eigenen freien Willen“, sagt Sugimoto in einer Filmbotschaft.

Der mit 37 000 Euro dotierte Nachwuchspreis wurde an den Geiger Gidon Kremer und junge Musiker der von ihm gegründeten Kremerata Baltica übergeben. Er fühle sich inzwischen jünger als seine Kollegen, sagte Kremer: „Alles, was man von sich weitergibt, das bleibt.“ Zum neuen internationalen Berater von Praemium Imperiale wurde der britische Diplomat und letzte Gouverneur von Hongkong, Chris Patten, berufen. Bi

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