Preis der europäischen Kirchenmusik : Interkulturelle Vision

Für ihre Verdienste um Werk und Lehre: Die Komponistin Younghi Pagh-Paan erhält den Preis der Europäischen Kirchenmusik 2015. Die Koreanerin verbindet musikalisch östliche mit westlichen Elementen.

Verbindet koreanische mit "westlicher" Musik: Younghi Pagh-Paan.
Verbindet koreanische mit "westlicher" Musik: Younghi Pagh-Paan.Foto: Si-Chan Park

Preis der Europäischen Kirchenmusik für südkoreanische Komponistin = Schwäbisch Gmünd (epd). Die aus Südkorea stammende Komponistin Younghi Pagh-Paan erhält den Preis der Europäischen Kirchenmusik 2015. Mit der Auszeichnung ehrt das von der Stadt Schwäbisch Gmünd getragene Festival die Komponistin für ihre Verdienste um Komposition und Lehre zeitgenössischer Musik sowie für ihre musikalisch einzigartigen interkulturellen Visionen, wie die Stadt am Freitag mitteilte. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird am 22. Juli während des Festivals Europäische Kirchenmusik (17. Juli bis 9. August) verliehen.
Die Komponistin verbinde Elemente traditioneller koreanischer Musik mit den Techniken „westlicher“ neuer Musik, hieß es.

Younghi Pagh-Paan kam von Korea nach Freiburg

Younghi Pagh-Paan wurde 1945 in Cheogju (Südkorea) geboren. Bereits als Kind lernte sie sowohl westliche als auch traditionelle koreanische Musik kennen, die ihren frühen musikalischen Horizont prägte. Durch ein Stipendium kam sie 1974 nach Deutschland und studierte an der Musikhochschule in Freiburg.

Nach Gastprofessuren an den Musikhochschulen Graz und Karlsruhe wurde Pagh-Paan 1994 zur Professorin für Komposition an die Hochschule für Künste Bremen berufen. Dort gründete sie das „Atelier Neue Musik“. 2009 wurde sie zum Mitglied der Akademie der Künste Berlin gewählt.

Der Preis der Europäischen Kirchenmusik wird seit 1999 verliehen. (dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben