PRESSEKONFERENZ ZU DEUTSCHLAND 09 : Die schwarze 13

Beliebte Frage: Wenn Sie eine Klasse wären, welche Rolle übernähmen Sie?

Da sitzen dreizehn deutsche Regisseure und Regisseurinnen auf dem Podium, und benehmen sich wie eine Klasse: Starren in die Luft, träumen, flüstern, bocken, wissen keine Antwort – nur Klassensprecher Tom Tykwer, der

das Projekt „Deutschland 09“ mit initiierte, ist wie gewohnt sehr eloquent. Und Dani Levy gibt den Klassenclown.

13 Regisseure auf der Suche nach einer Antwort – dass sie nicht als Gruppe, sondern als lauter Einzel Ichs begriffen werden wollen, macht Hans Steinbichler unmissverständlich klar, und weigert sich, die Arbeit „rosarot“ zu malen.

Die Gefahr besteht wohl kaum: So düster wie die Filme ist auch der Auftritt auf dem Podium, Schuluniform ist Schwarz in Schwarz, die Laune nicht viel besser. Ein allgemeines Unbehagen am Stand der Dinge ist das Einzige, was alle eint – ansonsten geht die Selbsteinschätzung von „Ich bin links“

(Nicolette Krebitz) bis „Ich bin FAZ“ (Steinbichler).

Die meisten Fragen gehen an Fatih Akin und Hans Weingartner, die für ihre politischen Themen nicht

an Medienkritik sparen.

„Das Bild von Deutschland im Ausland ist viel positiver als dieser Film“, sagt ein Journalist zum Schluss. Nicht unbedingt ein starkes Argument, sich für den internationalen

Verleih einzusetzen. til

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