Kultur : Preußenstiftung kauft Humboldts Reisetagebücher

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat die Südamerika-Tagebücher Alexander von Humboldts (1769 – 1859) von ihrem bisherigen Eigentümer Ulrich von Heinz übernommen, einem Nachfahren des Forschers, und sie damit für Deutschland gesichert. Die neun in Leder gebundenen Bände sollen nun in der Berliner Staatsbibliothek aufbewahrt werden. Die 4000 Seiten umfassenden Notizen gehörten zu den wichtigsten wissenschaftlichen Dokumenten des 19. Jahrhunderts, so Stiftungspräsident Hermann Parzinger. Von ihnen erhofft man sich nun auch für die Planung des Humboldt-Forums wichtige Erkenntnis. Eine konkrete Summe für den mit privaten und öffentlichen Geldern ermöglichten Kauf nannte er nicht. Neben Interessenten aus Lateinamerika und Mexiko hatte sich auch das Getty Institute in Los Angeles um den Kauf bemüht. Hätte es keine Einigung gegeben, wären die Tagebücher in ein anderes Land gelangt. Mit dem Erlös will der einstmalige Besitzer das Humboldt-Schloss in Tegel erhalten. Tsp

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