Kultur : Preußenstiftung: Wer folgt auf Lehmann?

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Die Findungskommission für die Nachfolge von Klaus-Dieter Lehmann als Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz wird erstmals am 24. April zusammenkommen. Die vom Bund und den Ländern getragene Stiftung, die unter anderem die Museumsinsel verantwortet, wird sondieren, wer an die Spitze der größten deutschen Kultureinrichtung berufen werden könnte, wenn Lehmann mit Vollendung des 68. Lebensjahrs am 29. Februar 2008 aus dem Amt scheidet.

Vorsitzender der Findungskommission ist Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU), der auch als Stiftungsratsvorsitzender fungiert. Außerdem gehören der Kommission der Berliner Kulturstaatssekretär André Schmitz (SPD), dessen Amtskollegen Hans-Heinrich GrosseBrockhoff aus Nordrhein-Westfalen (CDU) und Joachim Hofmann-Göttig aus Rheinland-Pfalz (SPD) sowie der thüringische Kultusminister Jens Goebel (CDU) an. Als mögliche Nachfolger werden in den Medien und in Kunstkreisen Martin Roth, der 51-jährige Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, genannt, außerdem Sir Nicolas Serota, der 60-jährige Direktor der Tate Modern London. Die Kunstzeitschrift „Monopol“ nennt auch den Präsidenten des Deutschen Archäologischen Instituts, Hermann Parzinger (48), sowie als Interimslösung den schon 1998 von Helmut Kohl vorgeschlagenen Christoph Stölzl (63), der damals am Widerstand der Bundesländer scheiterte.

Als mögliche Nachfolger für den Generaldirektor der Staatlichen Museen Peter-Klaus Schuster, der im Oktober 2008 das Rentenalter erreicht, werden Max Hollein, Chef der Frankfurter Kunsthalle Schirn und des Städel-Museums, und Klaus Biesenbach genannt, der von den Berliner Kunst-Werken als Kurator zum MoMA nach New York ging. Schuster, zuletzt von Heiner Bastian scharf kritisiert, könnte seine Amtszeit aber auch noch einmal verlängern. Darüber befindet der Stiftungsrat, der im Juni das nächste Mal tagt. Die Länder, die mit 25 Prozent am Etat der Preußenstiftung beteiligt sind, haben bei wichtigen Entscheidungen eine Sperrminorität. dpa/Tsp

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