Kultur : Prix Goncourt für Skandalroman von Jonathan Littell

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Der US-Schriftsteller Jonathan Littell hat mit seinem auf Französisch geschriebenen Roman „Les Bienveillantes“ („Die Wohlmeinenden“) Frankreichs angesehensten Literaturpreis, den Prix Goncourt, gewonnen. Der 39-Jährige setzte sich mit den fiktiven Memoiren eines schwulen SS-Mannes (ausführliche Besprechung im Tsp vom 29. Oktober) unter anderem gegen Michel Schneiders Marilyn-Monroe-Buch „Marilyn, Dernières séances“ durch. Der rein symbolisch dotierte Goncourt dürfte die Rekordzahl von bisher fast 250 000 in Frankreich verkauften Exemplaren rasch weiter erhöhen. Anderthalb Wochen zuvor hatte Littell bereits den Romanpreis der Académie française erhalten. Eine deutsche Übersetzung des 1000-seitigen Bandes im Berlin Verlag ist für den Herbst 2007 geplant. Der Prix Renaudot ging an den Franko-Kongolesen Alain Mabanckou für seinen Roman „Mémoires de porc-épic“ („Memoiren des Stachelschweins“). Tsp

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