Kultur : Prix Goncourt geht an Jean-Christophe Rufin

Der Prix Goncourt, Frankreichs wichtigster Literaturpreis, geht an den 1952 geborenen Jean-Christophe Rufin. Er erhält ihn für den bei Gallimard erschienenen historischen Roman "Rouge Brésil" (Rotes Brasilien). Das Buch erzählt die Geschichte zweier Kinder die zu einer Expedition in den brasilianischen Dschungel gezwungen werden, um als Übersetzer bei der Verständigung mit indianischen Ureinwohnern zu dienen. "Rouge Brésil" wirft Licht auf die Feldzüge Frankreichs in Brasilien, auf die Praxis der Kolonialisierung, auf die Religionskriege.

Manche fühlten sich an eine Sprache der Ironie im Sinne Voltaires erinnert und sprechen bei "Rouge Brésil" von einem Erziehungs- und Liebesroman. Es geht vor allem um zwei entgegengesetzte Vorstellungen des Menschen und der Natur: um die der europäischen Zivilisation und um die sinnliche Welt der Indianer.

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