Kultur : Professur für Ai Weiwei an Berliner UdK

Der seit dem 3. April in Peking verhaftete chinesische Künstler Ai Weiwei soll an der Berliner Universität der Künste (UdK) eine Professur erhalten. Das Berufungsverfahren wurde mit allen kulturpolitisch-diplomatischen Abstimmungen nach Tagesspiegel-Informationen seit Dezember eingeleitet und von Barbara Kisseler, damals Chefin der Berliner Senatskanzlei und inzwischen Kultursenatorin in Hamburg, sowie von UdK-Präsident Martin Rennert betrieben. Die Initiative wurde somit schon vor den aktuellen Ereignissen in China gestartet. Jetzt ist der Plan offenbar durch eine Indiskretion des Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung Markus Löning (FDP) vorzeitig bekannt geworden. Die UdK wollte die Meldung noch nicht offiziell bestätigen, hat sie aber auch, wie ein Sprecher sagte, „ausdrücklich nicht“ dementiert.

Ai Weiweis Professur in Berlin soll wohl mit dem Engagement einer bedeutenden Wissenschafts-Stiftung verbunden werden. Vermittelnd und beratend ist dabei auch der dänisch-isländische Großkünstler Olafur Eliasson tätig, ein Freund Ai Weiweis, der bereits an der UdK lehrt. Tsp

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