Kultur : Prominente Autoren gegen Kürzungen beim Berliner Literaturhaus

Namhafte Autoren wie Durs Grünbein und Adolf Muschg haben an den Berliner Kultursenator Thomas Flierl appelliert, die angekündigten Etatkürzungen beim Literaturhaus Berlin zu überdenken. Die gewachsenen literarischen Institutionen der Stadt sollten in ihrer unterschiedlichen Ausrichtung jede für sich Bestand haben, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Schreiben. Im jüngsten Haushaltsentwurf des Berliner Senats ist vorgesehen, die Zuwendung für das Literaturhaus Berlin im Jahr 2003 um 50 000 Euro zu kürzen und das Haus in eine Verwaltungskooperation mit dem Literarischen Colloquium am Wannsee zu führen. Zum 31. August 2003 geht der Leiter des Literaturhauses, Herbert Wiesner, in den Ruhestand. Die Maßnahmen haben nach Ansicht der Autoren zur Folge, dass das Literaturhaus nach den Kürzungen der Vorjahre faktisch keine eigenen Programmmittel mehr zur Verfügung hätte und auch bei der Werbung von Drittmitteln nicht mehr eigenständig agieren könnte. Zu den Unterzeichnern des Briefes gehören auch Said, der Präsident des deutschen PEN, die Schriftsteller Herta Müller und Oskar Pastior, der Literaturwissenschaftler Eberhard Lämmert sowie der ungarische Autor und Präsident der Berliner Akademie der Künste, György Konrád.

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