Promis feiern : Höchste Stardichte bei NRW-Party

Die Nordrhein-Westfalen können feiern, besonders auf der Berlinale. Wenn die Filmstiftung des Landes einlädt, dann ist nicht nur Stimmung garantiert, sondern es kommen alle, die beim deutschen Film Rang und Namen haben.

Elisabeth Binder
Mueller Stahl Berben Foto: Davids/Darmer
Schauspielstars. Armin Mueller-Stahl und Iris Berben zu Gast auf der Party der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen. -Foto: Davids/Darmer

Die Buddenbrooks als Buch zum Film? Man kann sich gar nicht vorstellen, was Nobelpreisträger Thomas Mann zu dieser Vorstellung gesagt hätte. Das waren andere Zeiten. Der Film zum Buch war allerdings sehr viel erfolgreicher, als es skeptische Feuilletons nahegelegt hatten. Beim Berlinale-Empfang der Film-Stiftung Nordrhein-Westfalen in der Landesvertretung in Mitte sprach NRW-Medienminister Andreas Krautscheid erfreut von einer Million Besuchern: „Eine Abstimmung der Herzen.“ Regisseur Heinrich Breloer und die Schauspieler Iris Berben und Armin Mueller-Stahl hörten es lächelnd auf der Bühne. Er habe auf der Berlinale bislang nur den Eröffnungsfilm gesehen, weil er dauernd Interviews geben müsse, sagte Mueller-Stahl, der in „The International“ selber eine eindrucksvolle Rolle spielt. Iris Berben war immer noch tief beeindruckt von „Ein Leben für ein Leben“: „Ich bin sehr betroffen und sehr froh, dass so ein Film gemacht wurde.“ Wim Wenders hatte „noch nicht genug gesehen, um was sagen zu können“. Unter den Gästen, die das Catering von Sarah Wiener genossen, waren Detlef Buck, Oskar Roehler, Mario Adorf, Heike Makatsch, Christiane Paul und Matthias Brandt.

Der Geschäftsführer der NRW-Filmstiftung Michael Schmid-Ospach lobte die Berlinale als großartigen Gastgeber für Filme aus NRW. „Wir haben eine besondere Hochform künstlerischer Leistungen“, erklärte er den Grund, warum die Krise nicht stärkere Schatten auf das Filmschaffen wirft. Mit 20 geförderten Produktionen in den offiziellen Reihen, darunter allein sechs Wettbewerbsfilme, wie Oscar-Aspirant „Der Vorleser“, legt NRW in diesem Jahr einen Rekordauftritt hin. David Kross, der sich in dem Film in die von Kate Winslet gespielte Schaffnerin Hanna verliebt, präsentierte sich mit den neun anderen Shootingstars auf der roten Bühne. Dort spekulierte die Moderatorin, wie es wohl mit Kate Winslet in der Badewanne war.

Trotz der hohen Filmstardichte hob Krautscheid einen Überraschungsgast besonders hervor. Dass sich ein international gefeierter Autor wie Bernhard Schlink spät am Abend zu einem netten, aber auch gedrängten Berlinale-Empfang aufmacht, ist gewiss nicht selbstverständlich. Vielleicht wollte er persönlich deutlich machen, dass es sich bei „Der Vorleser“ tatsächlich nur um den Film zum Buch handelt.

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