Kultur : Protest: Kürzungen bei der auswärtigen Kulturpolitik

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Den auswärtigen Kultur und Bildungseinrichtungen Deutschlands drohen massive Kürzungen. 24 Prozent der Etats stehen bis 2007 offenbar zur Disposition. „45 Millionen Euro sollen eingespart werden“, heißt es in der Erklärung des Goethe-Instituts, der Alexander-von-Humboldt-Stiftung, des Deutschen Akademischen Austauschdiensts und des Instituts für Auslandsbeziehungen. Gefährdet seien 20 Goethe-Filialen, 1000 Promotionsstipendien und die Förderung von 300 ausländischen Spitzenwissenschaftlern.

Wolfgang Bader, stellvertretender „Goethe“-Generalsekretär, warnt vor „Substanzgefährdung“. Auch der Deutsche Kulturrat protestierte gegen die Sparpläne, die Außenminister Joschka Fischer vor dem Bundestagskulturausschuss mit dem Hinweis begründete, der Föderalismus sei verantwortlich für die Schwäche der Auswärtigen Kulturpolitik. Kulturrats-Geschäftsführer Olaf Zimmermann: „Der deutsche Föderalismus mag für viele Unwägbarkeiten in der Kulturpolitik verantwortlich sein, an der Haushaltspolitik des Auswärtigen Amtes trägt er wirklich nicht die Schuld.“ In den letzten Jahren wurde der Anteil der Kulturausgaben an Fischers Etat von 32,8 auf 25 Prozent gesenkt. Tsp

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