Kultur : Proteste gegen Aus für Bachmann- Lesewettbewerb

In der Literaturszene regt sich heftiger Widerstand gegen ein mögliches Aus des Lesewettbewerbs rund um den Ingeborg-Bachmann-Preis in Österreich. Das renommierte Fest bei den „Tagen der deutschsprachigen Literatur“ ist durch die Sparpläne des ORF gefährdet. Die Lesungen zum 37. Ingeborg-Bachmann- Preis, die am 3. Juli in Klagenfurt beginnen, könnten die letzten sein.

Die Autorin Maja Haderlap, die den Bachmann-Preis 2011 gewann, bezeichnete die Pläne als „geistige Selbstamputation“ Österreichs. Bachmann-Preisträgerin (1986) Katja Lange-Müller forderte, dass „Österreichs profiliertester und populärster Beitrag zur Förderung der deutschsprachigen Literatur fortbestehen“ solle. Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff (Preisträgerin 1998) spricht sich für eine Fortsetzung des Wettbewerbs durch andere Sender aus: „Das literarische Leben wäre um eine sehr öffentlichkeitswirksame Arena ärmer.“ Auch in Österreich selbst wird protestiert. Der Kärntner SchriftstellerInnen Verband (KSV) warnte vor einem „Kahlschlag für die moderne Literatur im Lande und einen unwiederbringlichen Schaden für den Literaturstandort Kärnten“. dpa

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