Kultur : PROVINZFILM

Jagdhunde

Christina Tilmann

Es ist kalt, so kalt, dass sogar die Ratten im See erfrieren. Auch die Zeit steht still, wie eingefroren, in jenen Tagen kurz vor Weihnachten in der Uckermark. Hunde sind hier die besten Freunde, statt Kino gibt es ein Flugzeugwrack auf der Wiese, und auch die erste Liebesszene ist ein Tanz mit Hundemasken, auf dem zugefrorenen See. Nicht nur die Zeit, auch Beziehungen scheinen eingefroren: zwischen Lars (Constantin von Jascheroff, Foto) und seinem Vater Henrik, zwischen denen schon lange kein ernsthaftes Wort mehr gefallen ist. Von Tauwetter erzählt Ann-Kristin Reyels wunderbarer HFF-Abschlussfilm „Jagdhunde“. Von Tauwetter und erster Liebe. Und von Marie (Luise Hader), die keine Worte braucht und doch so viel Wärme bringt in diese stille, kalte Winterwelt. Feiner, spröder Heimatfilm. Christina Tilmann

„Jagdhunde“, D 2007,

86 Min., R: Ann-Kristin Reyels, D: Constantin von Jascheroff, Luise Berndt, Josef Hader

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