Kultur : PSYCHOSCHOCKER

Joshua

Horst E. Wegener

Joshua ist hochbegabt, der Neunjährige könnte mehrere Schulklassen mühelos überspringen. Doch Brad und Abby Cairn, Joshuas junge Eltern, interessieren sich beklagenswert wenig für ihren Erstgeborenen. Seit die kleine Lily auf der Welt ist, kommt ihr Bruder sich total überflüssig vor. Mit seiner Hyperintelligenz heckt der Wunderknabe einen Plan aus, sich zu rächen. Das dauerschreiende Baby lässt Mom langsam durchdrehen, und Dad – der ein selbst gedrehtes Psychoschockervideo seines Sohnemanns entdeckt – ahnt, dass der Junge für Abbys Zusammenbrüche verantwortlich ist. Mit „Joshua“ gelingt dem Spielfilmdebütant George Ratliff ein subtiler Psychoschocker, der an „Rosemaries Baby“ erinnert, den stadtneurotischen Upperclass-Kleinfamilien süffisant den Spiegel vorhält und hervorragend besetzt ist. Gelungener Nervenkitzel. Horst E. Wegener

„Joshua“, USA 2007, 105 Min., R: George Ratliff, D: Sam Rockwell, Vera Farmiga, Jacob Kogan

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