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Queen Mom am Prenzlauer Berg : Agnes Hansch über Mustermuttis im Fitnesswahn

Agnes Hansch, die Trägerin des Körber-Preis für junge Regie, fragt sich mit ihrer neu gegründeten Künstlerinnen-Truppe "Zentrale", was denn eigentlich aus den Forderungen der Feministinnen geworden ist?

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Latte-Macchiato-Muttis, Edeldesignkinderwagen, Biomöhrchen und der kleine Paul-Alexander als ultimatives Lifestyle-Projekt: Eigentlich ist der Prenzlauer Berg, gern auch „Pregnancy Hill“ genannt, in der Öffentlichkeit erschöpfend durchstereotypisiert. Sänger und Comedian Rainald Grebe ätzt in seiner Stadtbezirkshymne lustig über „Biofeuerwerke“. Kinderlose Kiezbewohner klagen schon seit Jahren über Chancenlosigkeit im Straßenverkehr, weil sie selbst im eigenen Hausflur nicht mehr an den zu Kleinfamilienbussen hochgerüsteten Fahrrädern ihrer Nachbarn vorbeikommen. Und die antiautoritär erziehende „Kampfmutter“ ist bereits so lange in aller Munde, dass trendbewusste Hobbylinguisten hoffentlich bald einen Neologismus ausbrüten.

Kurzum: Wer jetzt noch mit einer Prenzlauer-Berg-Performance einen ökologisch unkorrekten Blumentopf gewinnen will, macht sich schwerwiegender thematischer Verschleppung schuldig.

Die junge Regisseurin Agnes Hansch scheint mit diesem Uncoolness-Verdacht sympathischerweise gut leben zu können. Mitten im Zentrum des angeblich fortpflanzungsfreudigsten Kiezes – nämlich im Theater unterm Dach (Danziger Straße 101) – dröselt sie unerschrocken die „Zusammenhänge zwischen Gender- Mainstreaming und Fitnesswahn, Patchwork-Familien und dem eigenen Rennen nach Glück“ auf. Und das Beste: Hanschs Performance Queen Mom (heute und morgen, 20 Uhr) könnte tatsächlich über das übliche komödiantische Stadtbezirksbashing hinausreichen. Nicht nur, weil die Absolventin der Ernst-Busch-Schule schon 2004, mit gerade mal 23 Jahren, ihr Talent beim Antiken-Projekt „Iphigenie/Agamemnon“ derart unter Beweis stellte, dass sie den renommierten Körber-Preis für junge Regie gewann. Sondern auch, weil sie sich mit ihrer frisch gegründeten Künstlerinnen-Truppe Zentrale in der Tat ein paar transzendierende Gedanken macht: „Es gab doch mal eine Perspektive, einen Zusammenschluss, was ist denn aus den Forderungen der Feministinnen geworden?“, wird zum Beispiel Pollesch-like ins Publikum theoretisiert. Und hinsichtlich der Frage, wie’s die Latte-Macchiato-Mutti eigentlich mit der Gendertheoretikerin Judith Butler hält, klafft in der bisherigen Prenzlauer-Berg-Prosa ja tatsächlich noch eine kleine Forschungslücke.

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