Radio : Janowski bleibt beim RSB

Chefdirigent Marek Janowski möchte auch über das Jahr 2011 hinaus beim Radio Sinfonieorchester Berlin bleiben. Wie das RSB seine Zukunft plant.

Uwe Friedrich

 Auch nach der erfreulichen künstlerischen Entwicklung der letzten Jahre sehe er noch Raum nach oben, den er gerne mit dem Orchester nutzen möchte. Seine Wünsche könnten die Gesellschafter der ROC-GmbH schwer abschlagen, meinte Janowski mit Anspielung auf die Querelen beim Deutschen Symphonieorchester (DSO), die bei der Jahrespressekonferenz letzte Woche mit einem Eklat endeten: mit der überraschenden Ankündigung von Ingo Metzmacher, dass er seinen Vertrag nicht verlängert.

Auch nächste Saison setzt Janowski auf Zentralwerke des klassisch-romantischen Repertoires. Er führt den Bruckner-Zyklus fort und dirigiert zentrale Werke von Johannes Brahms, u.a. das „Deutsche Requiem“, das zweite Klavierkonzert und die erste Symphonie. Beethovens Sinfonien werden mit „stilistisch verwandten“ Streichquartetten kombiniert. Französische Musik ist prominent vertreten, mit César Franck, Ernest Chausson und Berlioz sowie einer konzertanten Aufführung von Ravels „L’heure espagnole“. Dazu kommen Bartóks „Herzog Blaubarts Burg“ sowie dessen komplettes Ballett „Der wunderbare Mandarin“. Zu den Gastdirigenten gehören Bertrand de Billy, Kristjan Järvi, Marc Albrecht und Frank Strobel, der ein von Herbert Feuerstein moderiertes Filmmusikkonzert leiten wird. 19 der 31 RSB-Konzerte finden in der Philharmonie statt, Kammermusik gibt es im Kleinen Sendesaal des RBB und im Stilwerk. Einige Orchesterplanstellen sind derzeit nicht besetzt. Anders als das DSO lässt sich das Radio Sinfonieorchester Berlin (RSB) die Laune davon jedoch nicht verderben.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben