Kultur : Random House darf Heyne Verlag übernehmen

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Nach monatelangen Auseinandersetzungen hat die Verlagsgruppe Random House (Bertelsmann) grünes Licht vom Bundeskartellamt für die Übernahme des Heyne Verlags bekommen. Laut Kartellamt liegt der BertelsmannKonzern auch nach dem Erwerb von Heyne unter 30 Prozent Marktanteil bei deutschsprachigen Taschenbüchern der Sparten Information und Unterhaltung. Mit dem Kauf verstärke Bertelsmann zwar seine bisherige Position, erreiche aber keine Markt beherrschende Stellung. Die Übernahme verschlechtere nicht die Wettbewerbsbedingungen, begründete das Kartellamt seine Entscheidung. So gebe es mit den zur Holtzbrinck-Gruppe zählenden Verlagen Rowohlt und Fischer sowie dtv und Lübbe namhafte Verlage, die auch künftig durch ihre Größe und Reputation den Spielraum von Random House begrenzen könnten. Ursprünglich hatte Random House angekündigt, die komplette Verlagsgruppe Ullstein Heyne List (UHL) von der Axel Springer AG übernehmen zu wollen. Die Wettbewerbshüter hatten diese Fusion jedoch im Mai vorerst gestoppt. Dies wäre die größte Fusion auf dem bundesdeutschen Buchmarkt gewesen. Random House wäre mit weitem Abstand Marktführer für deutschsprachige Taschenbücher geworden, begründete die Bonner Behörde damals ihre Ablehnung. Nach dem drohenden Verbot durch das Kartellamt beschränkte sich Random House auf den Kauf des Heyne Verlags. Die Verlage Econ, Ullstein und List verkaufte der Konzern im Oktober an den schwedischen Medienkonzern Bonnier weiter. dpa

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