Kultur : Rap: Angry Young Man - Reimemonster-Rückkehr: Afrob

20.30 Uhr: Columbia Fritz[Columbiadamm],Tempelhof[Columbiadamm]

Neulich stand ein sehr erhellendes Interview im "Jetzt"-Magazin der SZ: Rapper Afrob und Fußballer Gerald Asamoah äußerten sich zu ihrer Lebenssituation als Afrodeutsche in diesem unserem Land. Wobei schnell deutlich wurde, dass diesbezüglich zwischen Fußball-Volksheld und Anti-Popstar erhebliche Unterschiede bestehen. Während Asamoah ein mildes Gesellschaftsporträt zeichnete, sprach aus jedem Satz von Afrob Wut und Verbitterung über den allgegenwärtigen Alltagsrassismus. In fast beängstigender Weise schafft es das "Reimemonster", diese Wut in eine mitreißende HipHop-Performance zu transzendieren. Seine neue Platte "Made in Germany" bündelt virtuose Trickreime in düsteren, fulminant orchestrierten Minidramen und sagt mit prominenten Gästen den politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen den Kampf an. Word up!

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