RAUM patrouille : Ein letzter schiefer Ton

Sebastian Leber nimmt Abschied von einer Institution

Sebastian Leber

Drei Jahre lang galt der Laden als Berlins beste Adresse für Karaoke. Einserseits, weil das Monster Ronsons Sing Inn ungewöhnlich viele Songs von so unterschiedlichen Künstlern wie Frank Sinatra, A-ha und Motörhead zum Nachsingen im Angebot hatte. Angeblich handelt es sich um die größte Karaoke-Kollektion Europas. Andererseits wegen der Separees, die ungeübte Sänger anmieten und als blamiersichere Trainigsräume ohne Zuhörer nutzen konnten. Wenn man seine schiefen Töne nur selbst ertragen muss, ist das Ganze schließlich gleich halb so peinlich. Jetzt wird die Bar geschlossen – um Anfang Dezember in der Warschauer Straße in Friedrichshain neu zu eröffnen. Vorher wird ein letztes Mal groß gefeiert: Am kommenden Montag lädt das punkigalternative Sing Inn zur offiziellen Umzugsparty. Weil Mitmachen hier zum Konzept gehört, darf an diesem Abend jeder Gast-DJ spielen, der halbwegs einen CD-Spieler bedienen kann. Um Trauerfeier-Garderobe wird gebeten, heißt es. Das sollte man aber nicht zu ernst nehmen, ein schwarzes T-Shirt dürfte ausreichen.

Mo 19.11. ab 22 Uhr,

„Umzugsparty“ im Monster

Ronsons Sing Inn, Lübbener Str. 19, Kreuzberg, Eintritt frei

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