Kultur : Rechtschreibreform: Kultusminister bleiben hart

Bärbel Schubert

Die Kultusminister wollen an ihrem Vorgehen bei der Rechtschreibreform festhalten. Trotzdem drängen die Kultusminister der Union darauf, dass der geplante Erfahrungsbericht schon im kommenden Jahr, statt wie geplant im Jahr 2003, vorliegt. Grundsätzlich brauche die Umstellung allerdings Zeit. Eltern und Lehrer dürften nicht durch eine neue Änderungsdiskussion verunsichert werden, wie es bei der turnusmäßigen Konferenz der Schul- und Wissenschaftsminister am Donnerstag in Bremen hieß. Ein entsprechender Änderungsvorstoß aus Hessen wurde von den Ministern verworfen. Vielmehr bekräftigte die Ministerrunde die Übergangsfrist bis 2005, in der sich die Änderungen bewähren sollen. Das strittige Problem des Getrennt- und Zusammenschreibens soll demnächst von Wissenschaftler erörtert werden. Bis zur Rechtschreibreform gab es dazu im Deutschen keine einheitlichen Regeln.

Die Kultusminister wollen zudem künftig ihren Lehrern den Rücken stärken. Am internationalen Tag des Lehrers, dem gestrigen 5. Oktober, unterzeichnete der Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK), Bremens Bildungssenator Willi Lemke, gemeinsam mit allen Lehrerorganisationen eine Erklärung. Angesichts der Herausforderungen durch den rasanten Wandel zur Wissensgesellschaft und die Auseinandersetzung mit neuen Medien sollen auch die Schulen künftig weiterentwickelt werden. Die Kultusminister streben dabei moderne Formen an. Die Lehrer sollen dabei Fachleute für das Lernen sein, zugleich aber auch ein gutes Schulklima entwickeln und auch ein Herz für ihre Schüler zeigen. Sie sollen als Vorbilder wirken.

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