Kultur : Regisseur Raúl Ruiz gestorben

Der französisch-chilenische Filmregisseur und Drehbuchautor Raúl Ruiz ist am Freitag im Alter von 70 Jahren in Paris an einer Lungeninfektion gestorben. Ruiz hatte im vergangenen Jahr den renommierten Prix Louis-Delluc für seinen knapp viereinhalbstündigen Film „Mystères de Lisbonne“ über die Aristokratie im alten Portugal erhalten. Der gebürtige Chilene drehte rund 100 Filme in mehreren Sprachen. Mit seinem Film „Tres tristes tigres“ hatte er beim Filmfestival Locarno 1969 den Goldenen Leoparden gewonnen. Zu seinen bekanntesten Werken zählen die Proust-Verfilmung „Die wiedergefundene Zeit“ und die Künstlerbiografie „Klimt“ mit John Malkovich und Veronica Ferres, die er 2005 unter anderem in Wien drehte. Raoúl Ernesto Ruiz Pino war am 1941 in Puerto Montt in Chile zur Welt gekommen, er absolvierte eine Filmausbildung an der Universität in Santa Fe, Argentinien. Nach dem Pinochet-Putsch verließ er 1973 Chile und ging nach Frankreich. Zuletzt war er mit der Fertigstellung eines Films über seine Jugend in Chile und den Vorbereitungen für eine Produktion über eine napoleonische Schlacht beschäftigt. dpa/Tsp

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