Kultur : Reinhard Stuth wird Hamburgs Kultursenator

Der designierte Hamburger Bürgermeister Christoph Ahlhaus will eine eigenständige Kulturbehörde erhalten. Wie am Freitagabend bekannt wurde, soll der ehemalige Kulturstaatsrat Reinhard Stuth (53) die Nachfolge von Karin von Welck austreten. Die Kultur strahle über Hamburgs Stadtgrenzen hinaus und dürfe nicht das erste Ziel der Sparbemühungen sein, sagte Ahlhaus. Zuvor war überlegt worden, die Wissenschafts- und die Kulturbehörde zusammenzulegen oder die Kultur wie in Berlin direkt an die Senatskanzlei anzugliedern. Dies war beim Koalitionspartner GAL und bei zahlreichen Kulturschaffenden der Stadt jedoch auf Ablehnung gestoßen. Zu den Protestierenden gehörte auch der Musiker Rocko Schamoni, der mit Wegzug drohte: „Wenn das passiert, ziehe ich nach Neumünster.“

 Der gebürtige Hamburger Stuth war ab 1985 vier Jahre persönlicher Referent von Bundespräsident Richard von Weizsäcker. Von 2001 bis 2008 war er Staatsrat für die Vertretung Hamburgs im Bund und in Europa, dann wechselte er in die Kulturbehörde. Nach nur einem Jahr im Amt war er März 2009 in den einstweiligen Ruhestand versetzt worden – wegen angeblich unüberwindbarer Unstimmigkeiten zwischen von Welck und Stuth.dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben