Remagen : Arp-Museum öffnet seine Pforten

Die ersten Planungen fanden vor rund 20 Jahren statt. Jetzt steht das Arp-Museum in Remagen kurz vor der Eröffnung: Heute wurden bereits die ersten Ausstellungen vorgestellt.

Arp-Museum
Das Arp Museum in Remagen von dem US-amerikanischen Architekten Richard Meier. -Foto: ddp

RemagenNeben der Schau "Die Natur der Dinge" mit 90 Werken des deutsch-französischen Bildhauers und Malers Hans Arp (1886-1966) sind Arbeiten von sieben weiteren Künstlern zu sehen. Sie haben nach Angaben von Gründungsdirektor Klaus Gallwitz alle einen Bezug zu Arp. Offiziell eröffnet wird der Neubau von US-Architekt Richard Meier am Freitag gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Das Arp-Museum - dazu gehört auch der sanierte Künstlerbahnhof Rolandseck - kostete 33 Millionen Euro.

"Das Küken kämpft sich aus dem Ei", sagte Gallwitz angesichts der langen Planungen und Querelen um das Museum. Bereits vor 20 Jahren hatte der Förderer des Künstlerbahnhofs Rolandseck, Johannes Wasmuth, dem Architekten Meier von seinem "Traum" eines Museums in Rolandseck berichtet. Weil die Finanzierung nicht geklärt war, verzögerte sich das Projekt jedoch immer wieder. Vor drei Jahren wurde schließlich der Grundstein für den Neubau gelegt, der am Hang oberhalb des Bahnhofs Rolandseck entstand. An den Baukosten für den Gesamtkomplex beteiligte sich auch der Bund im Rahmen des Bonn-Berlin-Ausgleichs.

Arp-Museum bald Teil der Bonner Museumsmeile?

Vier Generationen von Künstlern, darunter auch der Maler und Bildhauer Anselm Kiefer, stellen zur Eröffnung in dem Museum aus. Die Werke von Arp - Tuschezeichnungen, Reliefs, Collagen und Plastiken - nehmen dabei die oberste Etage im Neubau ein. Nach den Worten der Kuratorinnen Astrid von Asten und Walburga Krupp bildet das "vielschichtige Zusammenspiel von Natur, Mensch und Dingwelt" den Ausgang für die Schau. Der Titel "Die Natur der Dinge" weise auf eine Thematik hin, die Arp ein Leben lang begleitet und beschäftigt habe. Die chronologisch aufgebaute Ausstellung zeige verschiedene Schwerpunkte der künstlerischen Entwicklung Arps.

Der rheinland-pfälzische Kulturstaatssekretär Joachim Hofmann-Göttig (SPD) sagte, es gebe eine "echte Chance", die Bonner Museumsmeile in das nördliche Rheinland-Pfalz zu verlängern. Er bekräftigte, dass das Land jährlich für den Museumsbetrieb 1,78 Millionen Euro als Grundfinanzierung bereitstelle. Allerdings seien weitere Einnahmequellen - vor allem Sponsorengelder - nötig, damit das Museum mittelfristig wie angestrebt in der "nationalen Liga" mitspielen könne. (mit dpa)

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