Kultur : Rentenurteil: Früher oder später - Wie das Finanzamt rechnet

asr/HB

Bei gesetzlichen Renten muss der Ertragsanteil versteuert werden. Dieser sinkt mit zunehmendem Renteneintrittsalter. Geht ein Arbeitnehmer zum Beispiel mit 60 (oder 65) in Rente, muss er 32 Prozent (oder 27 Prozent) seiner Rente versteuern. Dies führt dazu, dass ein lediger Rentner, der seit dem 65. Lebensjahr Ruhegeld bezieht und sonst keine weiteren Einkünfte hat, erst Rentenbezüge ab gut 27 500 Euro versteuern muss. Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung sind als Betriebsausgaben abzugsfähig und beim Arbeitnehmer steuerfrei. Der Arbeitnehmeranteil kann begrenzt steuerlich geltend gemacht werden. Beamtenpensionen sind voll einkommensteuerpflichtig; sie gelten als nachträglicher Arbeitslohn. Daher können Beamte auch den so genannten Arbeitnehmerpauschbetrag (1044 Euro) ansetzen. Außerdem bleibt ein Versorgungsfreibetrag von 40 Prozent der Pension, höchstens aber 3072 Euro im Jahr, steuerfrei. Beamte können nur eine gekürzte Vorsorgepauschale von 1134 Euro geltend machen.

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