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Re:publica 12 : Berlins Rezept funktioniert und funktioniert nicht

02.05.2012 16:44 Uhrvon
Die Konferenz Re:publica richtet sich an Blogger und Internetunternehmer. Foto: dpaBild vergrößern
Die Konferenz Re:publica richtet sich an Blogger und Internetunternehmer. - Foto: dpa

Auf der Re:publica wird Berlin zum „Internet-Zentrum“ ausgerufen. Hier treffen politische Netzaktivisten und Leute aus der Start-up-Szene aufeinander. Gemeinsame Sache machen sie aber nicht.

Die 12. Re:publica ist gestartet – und sie ist anders, größer vor allem. Die Konferenz für das Web 2.0 und die digitale Kultur erwartet im Vergleich zum Vorjahr noch einmal 1000 Besucher mehr, 4000 sollen es insgesamt werden. Die Organisatoren sind deshalb wieder umgezogen – in die Station Berlin, einen alten Postbahnhof in der Nähe der U-Bahnstation Gleisdreieck. Das Thema boomt, und jeder möchte ein Stück davon abbekommen. Daimler ist Sponsor, Hornbach verteilt Frühstückssandwiches und Christoph von Knobelsdorff, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung, erklärt bei der Begrüßung, was der Senat dazu beigetragen hat, dass Berlin „zum Zentrum der Internetwelt“ geworden ist.

Das mit dem Zentrum ist natürlich hoch gestapelt, doch ein Stück Wahrheit steckt auch darin. Nicht nur die Re:publica hat sich gewandelt. Auch die Internetstadt Berlin, in der die Konferenz stattfindet, ist nicht mehr die gleiche. Inzwischen vergeht in der Hauptstadt kaum mehr ein Abend, an dem nicht irgendeine Stiftung, eine Partei oder ein Unternehmen zu einem „netzpolitischen Abend“ lädt. Die Politik hat, halb gezwungen durch die Piraten und ihre Wähler, halb gezwungen durch die nachwachsende Politikergeneration, angefangen, das Thema Netzpolitik ernst zu nehmen.

Berlin scheint zum Kristallisationspunkt zukünftiger politischer und wirtschaftlicher Netzentwicklungen zu werden. Gerade erst wurde hier der Deutsche Computerspielepreis verliehen, gleich im Anschluss an die Re:publica, am 8. und 9. Mai, findet die „Next“ statt, eine Konferenz, auf der Investoren und Leute mit Ideen zusammenkommen, um auszuloten, welches die nächste große Start-up-Idee wird. In der Hauptstadt sind Netzpolitik und Internetwirtschaft eng zusammengerückt, zumindest räumlich. Und sie mischen sich auch auf der Re:publica.

Gleich am Mittwoch Vormittag sitzt Jens Begemann auf einem Podium zur Internetwirtschaft. Begemann, der Gründer von Wooga, einem der erfolgreichsten Berliner Start-ups, ist in der schnelllebigen Szene schon eine Art Großvater, einer, der es geschafft hat. Heute morgen, erzählt Begemann Hunderten von Re:publica-Besuchern, habe er gerade neun neue Mitarbeiter begrüßt, damit sei Wooga jetzt auf 190 Mitarbeiter gewachsen.

„In Berlin“, sagt Begemann, „ist es leicht, Menschen aus dutzenden Nationen zu finden, die es einem ermöglichen, weltweit erfolgreich zu sein.“ Mit auf dem Podium sitzen Andreas Thümmler, der Investoren berät, und Heiko Rauch, Investor und Mitgründer von UFOStart, einem Unternehmen, das Beteiligungen an Start-ups organisiert. Die beiden nicken zu dem, was Begemann sagt.

re:publica12
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