Restaurierung : Dresdner Schloss soll 2013 fertig sein

Das kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 beschädigte Dresdner Schloss soll spätestens 2013 komplett wiederhergestellt sein. Der "Riesensaal" ist bereits im Rohbau fertig.

Dresden - Mit Investitionen von 18 Millionen Euro in diesem Jahr sowie 15 Millionen Euro 2008 gehe der Wiederaufbau zügig voran, sagte der sächsische Finanzminister Horst Metz (CDU) am Mittwoch in Dresden. Insgesamt hat der Freistaat Sachsen bisher rund 209 Millionen Euro für den Roh- und Ausbau des Schlosses ausgegeben.

Das aus dem 16. Jahrhundert stammende und mehrfach erweiterte Schloss beherbergt schon Münz- und Kupferstich-Kabinett sowie das Neue Grüne Gewölbe und den historischen Teil der einzigartigen Schatzkammersammlung. Damit sei es bereits ein Touristenmagnet, sagte Metz. Die Gesamtkosten für den Ausbau des Komplexes zum Museumszentrum der Staatlichen Kunstsammlungen werden sich nach aktuellem Stand auf etwa 337 Millionen Euro belaufen.

Saal wird für Rüstkammer ausgebaut

"Der Riesensaal ist im Rohbau fertig", sagte Metz. Nun folgen der Kleine Schlosshof und die Englische Treppe. Mit 60 Metern Länge, elf Metern Breite und neun Metern Höhe ist der 1548 bis 1553 entstandene Riesensaal der größte Raum im Schloss. Seinen Namen erhielt er nach der Ausmalung mit großen Kriegergestalten, den "Riesen". "Der Beginn des Innenausbaus ist abhängig vom Nutzungskonzept der Museen", sagte Metz. Ausgebaut wird der Saal für die Rüstkammer.

Spektakulär und eine statische Herausforderung ist laut Metz die geplante Überdachung des Kleinen Schlosshofs. Die Kuppel von Architekt Peter Kulka soll bis Jahresende bereits das künftige Foyer des Museumszentrums überspannen. Die 4,5 Millionen Euro teure Dachkonstruktion besteht aus rautenförmigen Feldern mit transparenten Kissen. Daneben entsteht die Englische Treppe wieder, die an die Überbringung des blauen Hosenbandordens an Kurfürst Johann Georg IV. 1693 durch den englischen Gesandten erinnert. Sie soll bis 2009 in der Fassung vom Ende des 19. Jahrhunderts als zentraler Aufgang zu den Museen wiedererstehen. (tso/dpa)

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