Kultur : RIAS-Big Band: Stölzl: Prinzip Hoffnung

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Hinsichtlich der drohenden Auflösung der RIAS Big Band (siehe Tagesspiegel vom 16. und 21. 2.)) vertrat Kultursenator Christoph Stölzl in einer Pressekonferenz am Montag das Prinzip Hoffnung: Keiner der Beteiligten wolle das Aus der traditionsreichen Jazzband. Die Rundfunk-Orchester und -Chöre GmbH (ROC) mit ihren Anteilseignern Bund, Land und Deutschlandradio stehen im Gespräch mit den Musikern; Stölzl geht davon aus, dass sich die Vernunft durchsetzen wird. Als sicher gelten die rechtliche Herauslösung der RIAS Big Band aus dem Verbund der ROC und die Umwandlung in eine private Organisation. Außerdem ist die ROC bereit, weiterhin Zuwendungen an die Band zu garantieren, allerdings erheblich weniger als bisher. Bislang betrugen die Personalkosten des Orchesters jährlich 2,6 Mio Mark.. Stölzl appellierte an die Musiker, weitere Modelle zu durchdenken und die Einnahmen zu erhöhen. Die bereits ausgesprochenen und rechtlich umstrittenen Kündigungen werden wohl vor dem Arbeitsgericht verhandelt werden, zumal einige Mitglieder der 53 Jahre alten Band ohnehin unkündbar sind. Die Jazzformation ist der kleinste Klangkörper der ROC, die noch Träger zweier Symphonieorchester und zweier Chöre ist. Ob mit ihrer Abstoßung die finanziellen Probleme der ROC gelöst sind, bleibt fraglich.

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