Kultur : Richard Wherlock neuer Ballettdirektor der Komischen Oper

An der Komischen Oper scheidet zum Ende der Spielzeit 1998/99 das erfolglose Duo Jan Linkens (Chefchoreograph) und Mark Jonkers (Künstlerischer Leiter) aus und macht ab der Spielzeit 1999/2000 - in Abstimmung mit dem Ballettbeauftragten des Senats, Gerhard Brunner - Platz für den aus Luzern kommenden Richard Wherlock (40).Dies verkündete Intendant Albert Kost auf der Spielplankonferenz der Komischen Oper.Für die nächste Saison plant das Haus an der Behrenstraße sieben Neuinszenierungen: fünf Opern und zwei Ballette.Harry Kupfer inszeniert am 25.Oktober Hans Werner Henzes "König Hirsch", der nach "Turandot" und der "Liebe zu den drei Orangen" die Gozzi-Linie im Spielplan fortsetzt.Die Mischfassung aus Original und gekürzter Henze-Bearbeitung wird Jakov Kreizberg dirigieren.Uwe Eric Laufenberg, der Oberspielleiter des Maxim-Gorki-Theaters, bringt am 10.Januar 1999 "Ariadne auf Naxos" von Richard Strauss heraus, die er schon einmal in Brüssel inszeniert hat (Dirigent: Shao-Chia Lü).Bereits am 23.Januar folgt Harry Kupfer mit Offenbachs "Orpheus in der Unterwelt" unter dem Dirigat des neuen Kapellmeisters Tetsuro Ban, mit Anny Schlemm als Öffentlicher Meinung und Jochen Kowalski in der Titelrolle.Dieser singt auch in Händels Oratorium "Saul", das am 2.Mai von Anthony Pilavachi in Szene gesetzt wird.Harry Kupfer will es sich nicht nehmen lassen, seiner für ihn "nicht mehr spielbaren" "Zauberflöten"-Inszenierung bruchlos eine Neuinszenierung anzuschließen, die Yakov Kreizberg ab dem 20.Juni leiten wird.Das Tanztheater der Komischen Oper zeigt am 29.November 1998 als Uraufführung des holländischen Choreographen Ton Simons "Magnificat - Für eine neue Stadt" auf Tonbandmusik von Bach.Der scheidende Chefchoreograph Jan Linkens wird am 21.März 1999 eine Neufassung von Peter Tschaikowskys "Dornröschen" versuchen.

Nächstes Jahr müßten noch einmal vier Millionen eingespart werden, sagte Intendant Albert Kost.Außerdem stehe die Entscheidung über die Bebauung der umliegenden Grundstücke vor einem Abschluß.Am Profil der Komischen Oper gäbe es auch in der 51.Spielzeit nichts zu ändern, das "habe sich schließlich bewährt", so Kost. Tsp

0 Kommentare

Neuester Kommentar