Kultur : ROADMOVIE

Erde und Asche

Daniela Sannwald

Großvater und Enkel in öder Wüstenlandschaft, eine Brücke, ein Schaf, ein paar Lastwagen, ein kleiner Laden, ein Panzer. Das ist die Szenerie von „Erde und Asche“, einem sehr langsamen Roadmovie aus Afghanistan zu Zeiten den Krieges Anfang der 1980er-Jahre. Die Mutter des Jungen ist bei einem Bombenangriff ums Leben gekommen. Nun müssen die beiden dem Vater, der in einer entfernten Kohlengrube arbeitet, die Nachricht überbringen. Aber sie kommen nicht recht vom Fleck, weil der LKW, mit dem sie fahren wollen, nicht anhält, weil sie in die Irre geführt werden und weil sie vielleicht gar nicht wollen. Mit Laien hat der in Frankreich lebende afghanische Regisseur Atiq Rahimi an Originalschauplätzen einen zeitlosen, stillen und deshalb umso eindrücklicheren Kriegsfilm inszeniert. Leises Drama. Daniela Sannwald

„Erde und Asche“, Afghanistan/F 2004, 97 Min., R: Atiq

Rahimi, D: Abdul Ghani, Jawan Mard Homayoun

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