Kultur : Rolf Hochhuth siegt im Streit um Theater-Plakate

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Nach einem öffentlichen Protest des Dramatikers Rolf Hochhuth werden die Plakate zur Uraufführung seiner Tragikomödie „Heil Hitler!“ nun doch auf den Berliner U-Bahnhöfen ausgehängt. Hochhuth sprach von einem „Sieg der Kunstfreiheit“. Die Plakatierungsfirma VVR-Berek hatte das Plakat zunächst nicht zugelassen, da für sie „der Schriftzug ’Heil Hitler’ und das Hakenkreuz gegenüber dem Veranstaltungsort und -zweck zu dominierend ist“. Das Plakat entworfen hat Klaus Staeck, seines Zeichens Plakatkünstler und inzwischen Präsident der Akademie der Künste. Es zeigt eine Karikatur von Kurt Halbritter aus dem Jahr 1953: Eine Frau und zwei Männer grüßen mit ausgestrecktem Arm eine komisch verzerrte Hakenkreuz-Fahne, die ein dicker SA-Mann mit Hitler-Bart im Sturmschritt trägt.

VVR- Geschäftsführer Wolfgang Weinkauf sprach von einem „grenzwertigen Fall“, denn für den flüchtigen U- Bahn-Fahrgast sei das Plakat mit der Hakenkreuzfahne und der zu kleinen Aufschrift „Akademie der Künste“ nicht auf Anhieb als Werbung für eine Theaterproduktion zu erkennen. Das Stück wird am 13. Januar in der Akademie der Künste am Hanseatenweg als Produktion einer freien Theatergruppe uraufgeführt. Es handelt von einem jungen Mann, der in der NS-Zeit ständig und überall „Heil Hitler!“ ruft. dpa

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