Kultur : Rolf Hochhuths neues Stück: „McKinsey kommt“

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Rolf Hochhuths neues Stück „McKinsey kommt“ wird am 13. Februar am Brandenburger Theater uraufgeführt. Seit Arthur Millers „Tod eines Handlungsreisenden“ vor 50 Jahren stünden damit erstmals wieder die Opfer von Rationalisierungen und Fusionen, „die Katastrophe der Entlassungen“ im Mittelpunkt eines Dramas, meint der Autor.

„McKinseyZeit“ und „McKinsey-Politik“ werde man noch nach hundert Jahren – in Anspielung auf den internationalen Unternehmensberatungs-Konzern – über die heutige Ära sagen, heißt es in einer Mitteilung des Theaters. In dem Fünfakter sollen die Opfer der „Diktatur der Weltwirtschaft“ gezeigt werden, in der Arbeitsplatzabbau zum Maß aller Dinge geworden sei. Auf der Bühne spielen sowohl die „Rausgeworfenen“ als auch die „Global Players“, die die Entscheidungen für Massenentlassungen treffen. Nach dem Stück „Wessis in Weimar“, das 1993 am Berliner Ensemble uraufgeführt wurde, mischt sich Hochhuth damit erneut in die politische Debatte ein. Mit Werken wie „Der Stellvertreter“ (1963) und „Juristen“ (1979) löste der jetzt 72-Jährige immer wieder Diskussionen aus. dpa

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