Kultur : Rosa v. Praunheim, wie sehen die Filmfestspiele der Zukunft aus?

Welches sind die unverwechselbaren Qualitäten

Wir haben Spezialisten gefragt: Regisseure, Produzenten, Kritiker, Förderer und Festival-Stammgäste aus dem In- und Ausland

Wie sieht die Berlinale der Zukunft aus? Was bleibt, was kommt? Wir haben die Spezialisten gefragt: Regisseure, Produzenten, Kritiker, Förderer und Festival-Stammgäste aus dem In- und Ausland. Die Antworten täglich auf dieser Seite.

Welches sind die unverwechselbaren Qualitäten der Berlinale?

Die Berliner Filmfestspiele sind für mich seit 30 Jahren eine Familie. Hier hatte ich große Erfolge, zum Beispiel 1971 mit meinem Film "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt". Es folgten "Rote Liebe", "Anita - Tänze des Lasters" und andere... Ich freue mich, Filmleute aus der ganzen Welt wiederzusehen - mal sind sie dünn, mal dick, mal erfolgreich, mal tot, und immer sind sie hektisch und gehen auf viele Parties. Filmfestspiele bedeuten schlechte Luft, viel Schweiß, viel Kaffee, viel Alkohol und Drogen und viel Sex. Die Filme sind manchmal Nebensache.

Wo und wie sollte das Festival reformiert werden?

Ich wünsche mir, dass die Filmfestspiele wieder wie früher im Juni stattfinden mit Freilichtaufführungen und einer Kategorie für den besten Sexfilm.

Wie wünschen Sie sich die zukünftige Festivalleitung?

Die Festivalleitung sollte nach äußerlichen Gesichtspunken ausgesucht werden: schön, dumm und gewalttätig, genauso wie das Rezept für erfolgreiche Filme.Der Filmemacher Rosa von Praunheim lebt in Berlin und ist Berlinale-Stammgast. Am 16. März kommt sein neuer Streifen in die Kinos, "Der Einstein des Sex".

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