Rostock : Filmfestspiele für Amateure

Die Deutschen Filmfestspiele für Amateure in Rostock haben begonnen. 67 Produktionen stellen sich im Wettbewerb um sieben Preise. Die Bildsprache steht für die Jury im Vordergrund.

Rostock - Bis Sonntag wird der beste nichtkommerzielle Film Deutschlands gesucht. Die Jury wählt aus 67 Produktionen sieben aus, die mit dem Filmpreis des Bundesverbands Deutscher Film-Autoren ausgezeichnet werden. Die zwischen einer Minute und 30 Minuten langen Filme hatten sich zuvor auf zahlreichen Sparten-Festivals unter insgesamt 3500 Einsendungen durchgesetzt. Einer der Preise geht an eine Arbeit von jungen Filmemachern, Produktionen von Filmhochschulen können maximal eine Trophäe gewinnen. Sechs Filme kommen aus Mecklenburg-Vorpommern.

Neben den Siegern werden in Rostock auch die Teilnehmer an den Festspielen des Weltverbands Unica in der Slowakei im September ausgewählt. Dazu stellt die Jury ein Filmpaket von 75 Minuten Länge zusammen. Die Beiträge dafür werden laut Filmverband nach anderen Kriterien ausgewählt und unterscheiden sich daher von den Siegern des Festivals. Bei ihnen wird wegen des internationalen Publikums stärker auf Bildsprache als auf das gesprochene Wort geachtet. Bei den jährlichen Weltfestivals schnitt Deutschland schon mehrfach von allen Teilnehmerländern am besten ab, zuletzt 2005 in Belgien.

Der Filmverband verhandelt nach eigenen Angaben derzeit mit dem Burda-Verlag über die Einrichtung eines Internet-Portals für nichtkommerzielle Filme, auf der die knapp 3000 Streifen aus dem bis in die 30er Jahre zurückreichenden Archivs des Verbandes sowie die besten Filme von heute zu sehen sein sollen. Der Verband, früher Bund deutscher Filmamateure, wurde im Juni 1927 gegründet und hat heute etwa 4400 Mitglieder. (tso/dpa)

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