Kultur : Rot-Grün ohne Mehrheit: Keine Wahl

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Die Stimmung ist bescheiden - zumindest für die Regierungskoalition. Denn die jüngsten Umfragen der führenden Meinungsforschungsinstitute sehen keine Mehrheit mehr für SPD und Grüne im Bund.

Inratest dimap sieht die CDU/CSU mit 39 Prozent gar vor den Sozialdemokraten mit 38 Prozent. Eine repräsentative Blitzumfrage der Forschungsgruppe Wahlen zählt für die beiden Volksparteien gleich viele Wählerstimmen - 39 Prozent. Eine Kanzlermehrheit mit den Grünen (fünf Prozent) oder der FDP (sieben Prozent) erreichen aber beide Seiten nicht. Die PDS kann nach dem Politbarometer der Forschungsgruppe auf sechs Prozent der Wählerstimmen hoffen. Eine Pattsituation hat auch das Forsa-Institut ermittelt: 44 Prozent für Rot-Grün, 46 Prozent für Schwarz-Gelb. Die PDS erreicht sechs Prozent und kommt - so betonen beiden Seiten immer wieder - als Koalitionspartner im Bund nicht in Frage.

Der Trend ist eindeutig: Die Gewinne von CDU/CSU gehen zu Lasten der Koalition - bei allen Umfragen. Und das Image der Regierungsarbeit hat ebenfalls gelitten. Erstmals nach anderhalb Jahren, so ermittelte die Forschungsgruppe Wahlen, beurteilen die Bundesbürger die Arbeit der Opposition besser als die der Regierung. Kein Wunder, dass auch die Beliebtheit der Spitzenpolitiker im Volk in eine eindeutige Richtung zeigt. Kanzler Schröder und Außenminister Fischer sind für die Deutschen zwar weiterhin die sympathischsten Politiker, Stoiber (Platz 3) und Merkel (Platz 5) haben aber einiges an Boden gut gemacht.

Richtig nervös machen die Umfragen Bundeskanzler Schröder offenbar dennoch nicht. Der SPD-Parteichef berief sich am Freitag in Berlin auf ein altes niedersächsisches Sprichwort und gab sich während der Klausursitzung der Bundestagsfraktion optimistisch: "Hinten sind die Enten fett."

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