Kultur : Rotterdamer Gemälde doch nicht verbrannt?

Um den Verbleib der in Rotterdam gestohlenen Meisterwerke von Picasso, Monet, Matisse und anderen gibt es neue Verwirrung. Zum Auftakt des Prozesses um den spektakulären Coup im Oktober 2012 erklärten mehrere Rechtsanwälte der Angeklagten am Dienstag in Bukarest, die Bilder seien intakt. Sie widersprachen damit bisherigen Berichten, wonach die sieben Werke wahrscheinlich verbrannt worden seien. Nach kurzer Verhandlung wurde der Prozess auf den 10. September vertagt.

Zwei Männer sind des Diebstahls angeklagt, daneben müssen sich auch vier mutmaßliche Komplizen verantworten. Gestohlen wurden aus der Rotterdamer Kunsthalle je ein Werk von Pablo Picasso, Paul Gauguin, Henri Matisse, Jacob Meyer de Hahn, Lucian Freud sowie zwei Werke von Claude Monet. Ob die millionenteuren Werke später verbrannt wurden, ist unklar. Die Mutter eines der mutmaßlichen Täter soll sie in den Ofen gesteckt haben, um Beweise zu vernichten. Später widerrief sie ihre Angaben. Rumänische Kriminologen und Kunsthistoriker waren zu dem Schluss gekommen, dass in dem Ofen mindestens drei Gemälde in Öl auf Leinwand verbrannt wurden, darunter Objekte aus dem 19. Jahrhundert. dpa

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