Kultur : Ruhrfestspiele 2004: Keine Angst vor dem neuen Chef Castorf

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Unter dem Motto „No Fear“ beginnen am 30. April in Recklinghausen die ersten Ruhrfestspiele unter der Leitung von Frank Castorf. Eröffnet wird das bis zum 13. Juni dauernde Festival mit der Uraufführung „Gier nach Gold“ nach einem Roman des Amerikaners Frank Norris in der Regie von Castorf. Seine erste Spielzeit thematisiert Migration und den Aufbruch ins Ungewisse. Berlin wie das Ruhrgebiet „seien Ergebnis von Migration, so der Intendant der Berliner Volksbühne. Beiträge aus Polen, den USA und Brasilien seien daher Fixpunkte, sagte der Nachfolger des langjährigen Festivalleiters Hansgünther Heyme. Zu den geplanten sechs Uraufführungen gehören Inszenierungen von Nicolas Stemann und René Pollesch („Pablo in der Plusfiliale“). „Fragen nach der deutschen Identität“ sollen als „Rollende Roadshow“ durchs Revier reisen. Bei seiner „Ruhrpottrallye“ wird Christoph Schlingensief, ehe er den Grünen Hügel in Bayreuth erklimmt, Wagner per AutoDachlautsprecher zu Gehör bringen. Luc Bondy, Intendant der Wiener Festwochen, gastiert mit „Cruel and Tender“. Franz Wittenbrink bringt einen „Arbeiterliederabend ohne Verdi“ als „Anknüpfen an die große Tradition dieses Festivals“, das seit 1947 vom DGB, der Stadt und dem Land getragen wird. dpa

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