Kultur : Ruhrfestspiele: Regisseur Castorf ist willkommen

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Die Ruhrfestspiele und die Ruhrtriennale werden sich künftig als selbständige Partner wechselseitig unterstützen. Darauf verständigten sich die Aufsichtsratsmitglieder der Ruhrfestspiele, NRWKulturminister Michael Vesper, die DGB-Aufsichtsratsvorsitzende Ingrid Sehrbrock und der Bürgermeister Recklinghausens, Wolfgang Pantförder. Zwar wird künftig auf eine gemeinsame Intendanz für beide Festivals verzichtet, Koproduktionen sind jedoch weiterhin erwünscht. Außerdem einigte man sich darauf, die Festspiele zeitlich zu entzerren. Die Ruhrfestspiele, die auch 2005 stattfinden sollen, werden weiterhin vom Land gefördert.

Keine Einigung wurde im Hinblick auf die Entlassung Frank Castorfs, des künstlerischen Leiters der Ruhrfestspiele, erzielt. Während Kulturminister Vesper eine befristete Weiterarbeit des Berliner Volksbühnen-Chefs wünscht, bekräftigten die Vertreter der Stadt und des DGB erneut die vorzeitige Beendigung des Intendanten-Vertrags. Im Gespräch mit der „Berliner Zeitung“ betonte Sehrbrock jedoch, als Regisseur sei Castorf in Recklinghausen weiterhin willkommen. Was das Schlichtungsverfahren betreffe, müsse Castorf das zuständige Gremium anrufen – was er noch nicht getan habe.

Der Aufsichtsrat des Festivals, zu dem der DGB gehört, hatte Castorf Ende Juni unter anderem wegen gesunkener Besucherzahlen gekündigt. Dieser wollte den Rausschmiss nicht akzeptieren. Tsp/dpa

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