Kultur : Ruhrfestspiele suchen Castorfs Nachfolger

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Die Ruhrfestspiele Recklinghausen wollen bis zum September einen Nachfolger für den entlassenen Frank Castorf benennen. Die Aufsichtsratsvorsitzende der Festspiele, Ingrid Sehrbrock vom DGB, erklärte, man habe bereits geeignete Kandidaten ins Auge gefasst. Der neue Intendant müsse ein so einseitiges Profil wie in diesem Jahr unter Castorf vermeiden, da dies viele Zuschauer verschreckt habe. Es sei auch falsch gewesen, „ein komplettes Team von Berlin nach Recklinghausen zu verpflanzen“, bilanzierte Sehrbrock. Das habe zu Unmut innerhalb des Betriebes und zu zusätzlichen Kosten geführt. Bei der Verabschiedung von Gerard Mortier als Chef der RuhrTriennale erklärte Nordrhein-Westfalens Kultusminister Michael Vesper am Samstag mit Blick auf den Konflikt: „Wenn ich wie die Stadt Recklinghausen und der DGB denken würde, dann hätte ich auch Gerard Mortier nach einer Saison feuern müssen.“ Mortier war in seiner ersten Triennale-Saison im Herbst 2002 mit 28000 Besuchern und einer Auslastung von 73 Prozent ebenfalls deutlich hinter den Erwartungen geblieben. Bereits in der zweiten Spielzeit aber konsolidierten sich die Zahlen der Ruhr-Triennale. dpa

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