Kultur : Sahnehauben

Die philharmonischen Osterfestspiele 2013.

Eine neue „Zauberflöte“ steht Ende März 2013 im Mittelpunkt der ersten Osterfestspiele der Berliner Philharmoniker in Baden-Baden. Für Simon Rattle wird es die erste dirigentische Begegnung mit Mozarts später Oper sein, sein „persönliches Sahnehäubchen“, wie er auf einer Pressekonferenz in Baden-Baden am Mittwoch betonte. Regie führt Robert Carsen (beide Künstler kennen sich seit ihrer gemeinsamen Assistentenzeit beim Glyndebourne Festival), es singen u. a. Simone Kermes, Pavol Breslik und Kate Royal. Der Kuchen unterhalb dieses Sahnehäubchens teilt sich in drei Stücke: Neben drei großen symphonischen Programmen (mit Andris Nelsons als Gastdirigenten und den Solisten Maxim Vengerov und Krystian Zimerman) engagieren sich die Philharmoniker hauptsächlich kammermusikalisch, in den unterschiedlichsten Formationen, an den unterschiedlichsten Orten. Das neu aufgelegte Education-Programm der Osterfestspiele präsentiert neben einem Auftritt des Bundesjugendorchesters eine „Zauberflöte für Kinder“ und mit Pauline Viardots „Cendrillon“ eine sogenannte Salonoper, die Regieteams bilden jeweils Stipendiaten der „Akademie Musiktheater heute“.

Die Osterfestspiele passten „perfekt zur wieder erwachten Kulturstadt Baden- Baden“, so Intendant Andreas Mölich- Zebhauser. Im Übrigen lege man Wert auf „erschwingliche“ Eintrittspreise. Die teuerste „Zauberflöten“-Karte soll 310 Euro kosten, das teuerste Symphoniekonzert 190 Euro, ein kleines Kammerkonzert 15 Euro, die Kinderoper bis zu 30 Euro und die Salonoper bis zu 90 Euro. Im vergangenen Jahr hatten die Philharmoniker nach 44 Jahren ihre Zusammenarbeit mit den von Herbert von Karajan gegründeten Salzburger Osterfestspielen gekündigt. Als Grund wurden mangelnde künstlerische Entfaltungsmöglichkeiten angegeben und zu hohe Ticketpreise. Der Vorverkauf in Baden-Baden beginnt am 15. März 2012. Alle Informationen unter www.osterfestspiele.de. Le.

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