Salzburger Festspiele : Buhrufe für Tsangaris Theaterdebüt

Trotz prominenter Besetzung fiel Athina Rachel Tsangaris Inszenierung von Frank Wedekinds „Lulu“ beim Publikum der Salzburger Festspiele durch.

Premiere in Salzburg: (v.l.) Isolda Dychauk (Lulu / Mr. Hopkins), Steven Scharf (Dr. Franz Schöning), Ariane Labed (Lulu / Jack).
Premiere in Salzburg: (v.l.) Isolda Dychauk (Lulu / Mr. Hopkins), Steven Scharf (Dr. Franz Schöning), Ariane Labed (Lulu / Jack).Foto: Barbara Gindl/APA/dpaFoto: Barbara Gindl/APA/dpa

Das Theaterdebüt der griechischen Filmregisseurin und Videokünstlerin Athina Rachel Tsangari ist am Donnerstagabend bei den Salzburger Festspielen durchgefallen. Für ihre Inszenierung von Frank Wedekinds „Lulu“ erntete sie einen mittleren Buh-Orkan. Etliche Zuschauer hatten die zweistündige Aufführung in der alten Salzsiederhalle auf der Pernerinsel in Hallein schon vor deren Ende verlassen.

Auch für das zum Teil prominent besetzte Schauspielerteam, darunter Anna Drexler, Fritzi Haberlandt und Benny Claessens, gab es nur matten Applaus. Die Premiere von Wedekinds Theaterklassiker aus der Zeit der Jahrhundertwende war die letzte Schauspiel-Neuinszenierung der diesjährigen Festspiele.

Lulu von drei Schauspielerinnen verkörpert

Tsangaris wichtigster Regieeinfall, die Figur der legendären „femme fatale“ Lulu von drei, oft unisono sprechenden Schauspielerinnen spielen zu lassen, überzeugte nur anfangs und lief schnell ins Leere. Zum Teil beeindruckende Bilder bot die von Florian Lösche gestaltete Riesenbühne der Pernerinsel mit einem Dutzend von der Decke herabhängenden, großformatigen Ballons, auf die Videos von Frauengestalten oder Augäpfeln projiziert wurden. (dpa)

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