")})}else Z(e)?e.top.open(d,o):e.location.assign(d)}function Y(e){e.style.setProperty("display","inherit","important")}function K(e){return e.height<1}function _(e,d){return 0==d.offsetHeight&&0!=e.offsetHeight}function O(e){return 0==e.offsetHeight}function V(e,d){var o="";for(i=0;i=2)){var i=o.getBoundingClientRect();if("undefined"==typeof o.width)var r=o.offsetHeight,h=o.offsetWidth;else var r=o.height,h=o.width;if(0!=r&&0!=h){var a=i.left+h/2,u=i.top+r/2,l=d.documentElement,p=0,s=0;if(e.innerWidth&&e.innerHeight?(p=e.innerHeight,s=e.innerWidth):!l||isNaN(l.clientHeight)||isNaN(l.clientWidth)||(p=d.clientHeight,s=d.clientWidth),0<=u&&u<=p&&0<=a&&a<=s){if(e.uabAv[n]++,e.uabAv[n]>=2){var f=function(){};T(t,f,f),e.clearTimeout(e.uabAvt[n])}}else e.uabAv[n]=0}}}e.UABPdd=H;var G=I("head"),F=null;navigator.userAgent.search("Firefox")==-1&&(d.addEventListener?d.addEventListener("DOMContentLoaded",z,!1):d.attachEvent&&d.attachEvent("onreadystatechange",function(){"complete"===d.readyState&&z()})),e.addEventListener?e.addEventListener("load",z,!1):e.attachEvent&&e.attachEvent("onload",z),e.addEventListener?e.addEventListener("addefend.init",z,!1):e.attachEvent&&e.attachEvent("addefend.init",z)}(window,document,Math); /* 3a5c75b490572c1e1694db187d06fe83 */

Kultur : Samtweiche Kettensägen

HIP HOP

Philipp Lichterbeck

Man hat sich lieb im ausverkauften Tempodrom . Rapper Smudo bedankt sich mehrfach bei den 18 Begleitmusikern der Fantastischen Vier . Kollege Hausmarke spricht den 80 Leuten von der Tourcrew seinen Dank aus. Kollege Thomas D. schmeichelt dem Publikum: „Dieses Lied ist für jeden einzelnen von euch.“ Die drei Rapper liegen gemeinsam Andi Y. zu Füßen. Das vierte, für die elektronischen Beats zuständige Bandmitglied ist heute unterbeschäftigt, weil es nur auf eine Kesselpauke von zwei Meter Durchmesser einhauen darf. Das Publikum liebt indes alle 102, bricht nach jeder Danksagung in ohrenbetäubenden Jubel aus. Deutscher Hip Hop ist nicht böse wie in den USA, wo man Frauen wüst beschimpft und der Konkurrenz mit der Kugel droht. Deutschlands erste und erfolgreichste Sprechgesangsgruppe ist auf Konsens aus. Ihre Songs handeln von Abkürzungssalat wie das gefeierte „MfG“ (Mit freundlichen Grüßen!) oder von der „Kraft zu vergeben“. Es passt daher ins Bild, dass die Fantastischen Vier sich auf ihrer Unplugged-Tour von neun samtweichen Streichern begleiten lassen und es sogar eine Sitardarbietung im Schneidersitz gibt.

Im Vorfeld des Auftritts war viel gesprochen worden von der Kettensäge. Ihr Einsatz bildet den kurzen aggressiven Höhepunkt der Show. Der halbnackte Thomas D. lässt das Monstrum wahlweise vor dem Mikro oder den Familienjuwelen von Smudo kreisen. Die Handhabung des kreischenden Instruments ist also grob fahrlässig. Da sie aber nur einen Song lang dauert, hat die Arbeitsaufsicht keine Chance einzugreifen. Denn sogleich geht es weiter mit Querflöte, Kontrabass und Piano. Die Bühne ist dazu wahlweise in Himmelblau oder Harmonielila getaucht. Da wundert es einen auch nicht mehr, dass Hausmarke als Titel der nächsten Fanta 4 Platte vorschlägt: „F wie Liebe machen“.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben