Kultur : Sasha Waltz als „Königin des Tanzes“ in Avignon gefeiert

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Das Tanzballett „noBody“ von Sasha Waltz hat am Wochenende auf dem Theaterfestival in Avignon Publikum und Kritik begeistert. „Sasha Waltz, neue Königin des Tanzes“ schrieb die französische Sonntagszeitung „Le Journal du Dimanche“ überschwänglich. Schon Tage vorher wurde über die deutsche Choreografin und ihr Stück, das Anfang diesen Jahres in der Berliner Schaubühne Premiere hatte, in Frankreichs Presse und Fernsehen berichtet. Die aus Karlsruhe stammende Choreografin ist in Frankreich, vor allem in Paris keine Unbekannte mehr. In den vergangenen zwei Jahren war sie mit ihren Choreografien des öfteren Gast im Pariser „Théâtre de la Ville“. „Waltz präsentiert ein faszinierendes, grandioses, populäres und elitäres Spektakel“ schrieb „Le Journal de Dimanche“ weiter.

Etwas kritischer äußerte sich die Tagezeitung „Le Monde“ in ihrer Sonntagsausgabe. Ihrer Meinung nach war der erste Teil von „noBody“ zu repetitiv, wohingegen der zweite Teil des Stücks überzeugte. „Es fehlte nur wenig, und das Stück wäre ein Erfolg gewesen“, schrieb die linksliberale Zeitung, die in ihrem halbseitigen Artikel zwischen Lob und Kritik schwankt. Positiv bewertet das Blatt die Inszenierung des Stücks, mit dem Sasha Waltz ihren im Jahr 2000 mit „Körper“ begonnenen und 2001 mit „S“ fortgesetzten dreiteiligen „choreografischen Zyklus über den Menschen und seinen Körper“ beendet. Die Zeitung nennt Sasha Waltz eine geborene Choreografin. dpa

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