Irrer Demokratie-Wahnsinn! : Zweikampf der Superlative: Xi Jinping gewinnt vor Papst Franziskus

Es war ein sorgfältig choreographiertes Duell mit einem überraschenden Sieger: Xi Jinping ist nun offiziell der „Am demokratischsten erwählte Repräsentant der Welt“.

Xi Jinping ist nun offiziell der „Am demokratischsten erwählte Repräsentant der Welt“.
Xi Jinping ist nun offiziell der „Am demokratischsten erwählte Repräsentant der Welt“.Foto: dpa

Sie herrschen beide über jeweils 1,3 Milliarden Menschen, sind zurückhaltend, loyal und stubenrein: Der neue Papst Franziskus und der ebenso neue chinesische Präsident Xi Jinping wurden in einer dramatischen Doppel-Kampfabstimmung zum neuen Führungsduo der Welt gewählt. „Ich bin froh, dass die Fernsehsender durchgesetzt haben, beide Wahlen gleichzeitig stattfinden zu lassen. Es waren tolle Tage für die Welt“, sagte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon. Gleichzeitig wies der alte Mann Ban Kritik zurück, dass mit Franziskus und Xi zwei alte Männer gewählt wurden. „Schauen sie sich die jubelnden Massen in Rom und Peking an, diese jungen Dinger, die Präsident und Pontifex anhimmeln. Seien wir doch ehrlich: die Weiber stehen drauf!“, erklärte Ban in einem überraschend offenherzigen Statement.

 Dass bei der Wahl in Peking auf schwarzen und weißen Rauch verzichtet werden musste, lag laut offiziellen Angaben an dem Smog in der chinesischen Hauptstadt. Außerdem seien Abstimmungen, die erst im zweiten Gang entschieden würden, ohnehin „nicht Teil der chinesischen Kultur“, erklärte der strahlende Sieger Xi. Papst Franziskus betonte bei seiner Antrittsrede hingegen die Gemeinsamkeiten zwischen sich und dem chinesischen Staatsoberhaupt: „Wir haben beide in unseren Ländern erfolgreich mit Diktatoren zusammengearbeitet, die Menschen verschleppt und entrechtet haben. Und nun behaupten wir beide, schon immer auf der Seite des Volkes gestanden zu haben. Moment. Können Sie das bitte streichen?“

 Eine echte Überraschung gab es bei einer weltweiten Befragung bezüglich der demokratischen Legitimität der beiden neuen Superführer. Laut einer repräsentativen Umfrage der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua halten weit über 50 Prozent der Weltbevölkerung Xi für den am demokratischsten gewählten Repräsentanten der Welt. Allerdings sorgte ein Xinhua-Sprecher für Irritationen, als er bei einer Pressekonferenz den Wahnsinn!-Korrespondenten anfuhr, der Einzelheiten zur Umfrage wissen wollte: „Sie sind aber neugierig. Wie war gleich noch mal ihr Name und Wohnort?“, fragte  der Sprecher. (NaX)

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