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Irrer Olympia-Wahnsinn! : Hatte Pistorius Vorteil gegenüber nicht-behinderten Mördern?

15.02.2013 13:03 Uhr
Oscar Pistorius: Maschinenegewehre als Beinprothesen? Das geht gegen den olympischen Gedanken. Foto: dpaBild vergrößern
Oscar Pistorius: Maschinenegewehre als Beinprothesen? Das geht gegen den olympischen Gedanken. - Foto: dpa

Hat Olympiasieger Oscar Pistorius beim mutmaßlichen Mord an seiner Freundin geschummelt? Maschinengewehr-Prothesen könnten ein unlauterer Vorteil gegenüber nicht-behinderten Mördern gewesen sein.

Der unter Mordverdacht stehende Leichtathlet Oscar Pistorius erhält unerwartet Unterstützung. „Es ist großartig, dass er wieder mal zeigt, dass Behinderte genauso viel leisten können wie Nichtbehinderte“, sagte Klaus Körper, Vorsitzender des Parakriminalistischen Komitees (PKK), im Gespräch der Wahnsinn!-Redaktion, „das ist absolut lebensbejahend.“ Endlich würden Gewalttäter mit körperlichen Einschränkungen die gleiche Ablehnung erfahren wie unversehrte Kriminelle. Seit Captain Hook und Scarface sei nicht mehr so viel geschehen in diesem Bereich. Der wegen seiner Karbon-Prothesen auch „Blade Gunner“ genannte Athlet verdiene höchsten Respekt.

„Er läuft nicht vor seiner Verantwortung davon.“

Der beinamputierte Südafrikaner gewann zuletzt Gold bei den Paralympics 2012 in London in der Klasse 9 mm, startete auf Pogosticks im olympischen Hochsprung und zierte zahlreiche Zeitschriftentitel wie „Form und Werkzeug“ oder „X-Treme Tuning“. Der Radprofi Lance Armstrong war noch daran gescheitert, sich als halb Mensch, halb Medikament einen Namen im Cyborgsport zu machen.

Dass Pistorius seine Freundin, die ihn frühmorgens in seinem Haus besuchen wollte, mehrmals in den Kopf geschossen haben soll, stört Körper nicht. „Viele andere Männer hatten am Valentinstag überhaupt keine Überraschung parat.“ Bei einem Empfang soll der eifersüchtige Pistorius angeblich einem Mann, der seine damalige Freundin anflirtete, gedroht haben: „Dir breche ich beide Beine.“ „Er macht sich auch um den paralympischen Nachwuchs verdient“, schwärmt Körper. Doch es gibt auch kritische Stimmen.

Dass Pistorius mit Maschinengewehren besetzte Hausbeine trage, sei „ein unlauterer Vorteil“, sagte Gundula Guthmensch, Vorsitzende des Vereins für Gewalt im Haus (VerHau). Damit könnten andere treusorgende Ehemänner nicht mithalten.

Dennoch könnte Pistorius seine paralympische Karriere auch ohne Prothesen fortsetzen, bei den Schützen. „Voraussetzung ist, dass er ein halbautomatisches Maschinengewehr mit den Nasenflügeln bedienen kann“, erklärt Körper das Reglement. (LdR)

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