Irrer Reform-Wahnsinn! : Agenda 2050: CDU-Wahlprogramm heißt „Rasante Lösungen für Deutschland“

Eine feste Frauenquote 2020, ein neues Atomendlager 2031, die Energiewende bis 2050: Die CDU krempelt Deutschland ruckartig um. Diesen Geist des Wandels soll auch das Wahlprogramm atmen.

Rasante Lösungen für Deutschland. Der Umweltminister macht vor, was sich die CDU ins Programm geschrieben hat.
Rasante Lösungen für Deutschland. Der Umweltminister macht vor, was sich die CDU ins Programm geschrieben hat.Foto: dpa

„Rasante Lösungen für Deutschland“ – so wird das Programm der CDU für die Bundestagswahl im September heißen. Dies geht aus einer Bundestagsparteien-CD hervor, zu deren Kauf sich der Wahnsinn! nach kontroversen Debatten entschieden hat. Der Datenträger wurde der Redaktion von einem freundlich grinsenden Geschäftsmann aus Liechtenstein angeboten. Chefredakteur Charly Pointe erklärt: „Natürlich kann niemand wissen, ob das Material authentisch ist. Aber die auffallende Ähnlichkeit der Worte CDU und CD beweist doch, dass wir einen Coup gelandet haben.“ Auf der Disk sei neben dem Wahlprogramm der Christdemokraten auch ein bislang unveröffentlichtes Album von „Heino feat. Bushido“. „Das Zeug muss echt sein. So etwas denkt sich niemand freiwillig aus.“

 „Rasante Lösungen für Deutschland“ enthält viele bewährte bundesdeutsche Dogmen. Gefördert werden sollen auch in der nächsten Legislaturperiode der Waffenexport („an demokratische Freunde“), unrealistische Großprojekte (u.a. „diverse Stadtschlösser“, „Großflughafen Cottbus“, „Oder-Philharmonie“) sowie integrationsunwillige Familien, die ihre Kinder bis zum geordneten Übergang in die Arbeitslosigkeit zu Hause lassen („Betreuungsgeld“). Doch die CDU wagt sich auch an heiße Eisen, die noch „über Jahrzehnte Landschaften gleich blühen bzw. glühen könnten.“ So liebäugelt die Partei damit, die Hauptschule „bis 2050 weitgehend abzuschaffen“. In einem wahren Husarenritt durch die Institutionen sollen außerdem bereits 2062 „die meisten Abgeordneten irgend einen Teil ihrer Vermögen offen legen“.

 Da die Parteispitze befürchtet, dass vielen Christdemokraten dieser Wandel zu geschwind voran schreitet, sollen zumindest notorisch schwierige Themen wie eine Gesundheitsreform oder der NSU-Prozess erst im kommenden Jahrhundert angegangen werden. (NaX)

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