Kultur : Schaubühne: Waltz und Tismer suchen neue Wege

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Auch am Lehniner Platz gibt es Sondierungsgespräche. Der Kooperationsvertrag zwischen Sasha Waltz und der Schaubühne läuft zum 28. Februar 2006 aus. Grund dafür ist die unsichere Finanzlage. Der Tanzcompagnie fehlen Mittel, die vom Land Berlin und dem Hauptstadtkulturfonds kommen sollten. Ohne dieses Geld (875 000 Euro vom Bund allein) kann Sasha Waltz den Vertrag mit der Schaubühne nicht erfüllen, der 50 Vorstellungen und eine Uraufführung pro Spielzeit am Lehniner Platz vorsieht. Nun müssen die beiden Partner eine neue Kooperationsform finden. Auch die Schaubühne wartet auf Nachricht vom Senat, wie die Zuwendungen für die kommenden Jahre ausfallen. Ein entscheidender Termin ist der 31. Oktober, wenn im Berliner Abgeordnetenhaus der für Finanzfragen zuständige „Unterausschuss Theater“ tagt. Im Rahmen des bisherigen Modells zahlt die Schaubühne 1, 3 Millionen Euro plus Sachleistungen an Sasha Waltz. Erschwert wird die Situation dadurch, dass der Hauptstadtkulturfonds von einer neuen Bundesregierung modifiziert oder ganz kassiert werden könnte. Am 19. November bringt Sasha Waltz noch einmal ein neues Stück an der Schaubühne heraus. Geplant ist auch eine neue Zusammenarbeit mit der Staatsoper Unter den Linden.

Vorübergehend gelockert hat SchaubühnenStar Anne Tismer ihr Engagement. Die Schauspielerin ließ sich für diese Spielzeit für andere Projekte beurlauben. Anne Tismer bleibt aber die „Nora“, in Berlin und auf Gastspielen. Derzeit spielt Anne Tismer an der Volksbühne „Das Wiegenlied vom Recht“, ein neues Stück von David Lindemann. Tsp

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